Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen.

(RUDOLF STEINER, 1922)

 

Die Waldorfpädagogik beruht auf den Erkenntnissen von Rudolf Steiner (1861-1925), dem Begründer der Anthroposophie (griechisch anthropos = Mensch, griech. sophia = Weisheit).

Sie gibt Anregungen auf den verschiedensten Lebensgebieten für eine dem Menschen und der Natur gemäße Entwicklung, z.B. auch in der Landwirtschaft (biologisch - dynamische Anbauweise) oder in der Medizin.

Immer stehen der Mensch als Einheit von Körper, Seele und Geist, sowie die Natur als Ausdruck schöpferischer Kräfte im Mittelpunkt.

 

Waldorfkindergärten gibt es weltweit in den verschiedensten Kulturkreisen. Sie möchten den Kindern einen geschützten Raum bieten, indem sie

-  sich mit allen Sinnen erfahren und betätigen können,

-  ihr soziales Miteinander entwickeln,

- ihren ureigensten Entwicklungsimpulsen in freiem Spiel Gestalt geben können. 


Alltägliche Praxis

Die hauptsächlichen Elemente der Kindergartenarbeit sind Rhythmus sowie Vorbild und Nachahmung:

Durch ihre sinnvollen Tätigkeiten - aber auch durch ihr ganzes Sein ist die Kindergärtnerin ein Vorbild, an dem sich die Kinder orientieren.

Dabei werden die Kinder nicht "beschäftigt", "belehrt" oder "gefördert", sondern sind einbezogen in die täglichen Arbeiten, wie Essen zubereiten, Brennholz sägen, reparieren, aber auch künstlerisches Gestalten.

 

In freiem Spiel ahmen sie Erlebtes nach, suchen Herausforderungen und entwickeln es aus eigenen Impulsen und im eigenen Tempo.


Spielraum - Raum für Spiel

Unsere Spielmaterialien sind einfache Dinge wie Hölzer, Bretter, Tücher, selbstgestrickte oder genähte Tiere und Figuren, die vielfältigste Möglichkeiten zu phantasievollem Spiel bieten.